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Lamellenpilze

Feld-Trichterling

Clitocybe dealbata (Sowerby) P. Kumm.

Der Feld-Trichterling (Clitocybe dealbata) ist ein kleiner, kalkweißer Pilz von Rasen, Weiden und Parks, der oft in Ringen wächst. Er enthält Muscarin und verursacht Vergiftungen mit Schwitzen, Speichelfluss und Magen-Darm-Beschwerden, meist durch Verwechslung mit dem Nelken-Schwindling, der in denselben Hexenringen wachsen kann.

Giftig Lamellenpilze
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Essen Sie niemals einen Wildpilz, den Sie nur anhand einer Website, eines Buches oder einer App bestimmt haben. Lassen Sie jeden Fund persönlich von einer Pilzsachverständigen oder einem Pilzsachverständigen prüfen.

Bestimmungsmerkmale

Der Feld-Trichterling ist klein und unscheinbar. Der Hut ist flach bis leicht vertieft, manchmal mit welligem Rand, und mit einem kalkweißen, wie bereift wirkenden Überzug bedeckt, der bei Trockenheit aufreißen oder sich abreiben kann; darunter zeigt sich eine blass rosa-creme oder gräuliche Oberfläche mit wässrigen Flecken. Die Lamellen sind gedrängt, weiß bis cremefarben, angewachsen und oft leicht herablaufend. Der Stiel ist kurz, weiß bis cremefarben, ohne Ring oder Scheide. Das Sporenpulver ist weiß.

DNA-Studien haben gezeigt, dass der lange getrennt geführte Rinnigbereifte Trichterling (Clitocybe rivulosa) zur selben Art gehört; beide Namen gelten daher oft als Synonyme. Die Stellung von Clitocybe im Familiensystem der Agaricales wird noch überarbeitet. Die Sporen sind klein, glatt, elliptisch und inamyloid; viele kleine weiße Wiesentrichterlinge sehen sich ähnlich, und oft ist das Mikroskop nötig.

Lebensraum und Ökologie

Clitocybe dealbata ist ein Saprobiont, der organisches Material in Grünlandböden zersetzt. Er wächst auf Rasen, Weiden, Wiesen, in Parks, auf Sportplätzen und an grasigen Wegrändern, einzeln oder gesellig, und bildet oft Ringe oder Bögen. Er ist in Europa und Nordamerika verbreitet und fruchtet vom Sommer bis in den Spätherbst, im selben Lebensraum wie der Nelken-Schwindling und andere essbare Wiesenpilze.

Verwendung und Bedeutung

Als Speisepilz hat er keine Bedeutung. Er enthält Muscarin, ein Alkaloid, das den Botenstoff Acetylcholin an muscarinischen Rezeptoren des parasympathischen Nervensystems nachahmt. Das Gift wurde zuerst aus dem Fliegenpilz isoliert, doch kleine weiße Trichterlinge und viele Risspilze enthalten weit mehr davon und sind die üblichen Auslöser der Muscarinvergiftung. Die Art ist toxikologisch bedeutsam und ein häufiges Beispiel in Sammelkursen, weil sie dort wächst, wo man am wenigsten mit Gefahr rechnet: im eigenen Garten und im Park nebenan.

Sicherheit und Speisewert

Giftig. Die Beschwerden beginnen meist 15 Minuten bis 2 Stunden nach dem Essen und beruhen auf einer Überstimulation des Parasympathikus: starkes Schwitzen, Speichelfluss, Tränen- und Nasenfluss, verschwommenes Sehen mit engen Pupillen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe. In schweren Fällen kommen verlangsamter Herzschlag, niedriger Blutdruck und Atemnot durch Bronchialsekret hinzu; besonders gefährdet sind Kinder, ältere Menschen und Personen mit Herz- oder Lungenerkrankungen.

Wenn jemand, auch ein Kind oder ein Haustier, einen kleinen weißen Rasenpilz gegessen haben könnte, suchen Sie sofort ärztliche Notfallhilfe auf, auch wenn die Person beschwerdefrei wirkt, und bewahren Sie eine Probe oder ein Foto auf. Keine Zubereitung macht ihn genießbar.

Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung sofort den Notruf 112 oder den Giftnotruf Ihres Bundeslandes anrufen, auch wenn noch keine Beschwerden bestehen, und Pilzreste aufbewahren.

Verwechslungsgefahr

Die gefährlichste Verwechslung ist der Nelken-Schwindling (Marasmius oreades), der oft in denselben Ringen wächst. Er hat einen hell lederbraunen bis cremefarbenen Hut, oft mit Buckel, entfernt stehende Lamellen, die nicht am Stiel herablaufen, und einen zähen, biegsamen Stiel, der sich verdrehen lässt, ohne zu brechen; der Feld-Trichterling hat einen kalkweißen Hut, gedrängte Lamellen und einen kurzen Stiel. Der Mehlräsling (Clitopilus prunulus) hat rosa Sporenpulver und herablaufende Lamellen und ebenfalls gefährliche weiße Doppelgänger. Der Schneeweiße Ellerling (Cuphophyllus virgineus) hat dicke, wachsartige, entfernte Lamellen. Der Ziegelrote Risspilz (Inocybe erubescens) enthält ebenfalls Muscarin, hat aber braunes Sporenpulver.

In Deutschland

In Deutschland ist der Feld-Trichterling auf Rasenflächen, Weiden und in Parks häufig, besonders im Herbst; auch in der Schweiz ist er verbreitet. Weil der Nelken-Schwindling gern gesammelt wird, empfehlen Pilzsachverständige der DGfM und die VAPKO-Pilzkontrollstellen in der Schweiz, jeden einzelnen Pilz eines Hexenrings zu prüfen und kleine weiße Trichterlinge grundsätzlich stehen zu lassen.

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Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Ist der Feld-Trichterling giftig?

Ja. Er enthält Muscarin, das Schwitzen, Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und in schweren Fällen langsamen Puls und Atemnot verursacht.

Wie unterscheide ich ihn vom Nelken-Schwindling?

Der Nelken-Schwindling hat entfernt stehende Lamellen und einen zähen, biegsamen Stiel; der Feld-Trichterling hat einen kalkweißen Hut, gedrängte Lamellen und einen kurzen Stiel.

Ist Clitocybe rivulosa dieselbe Art?

DNA-Studien sprechen dafür, und beide Namen werden heute oft als Synonyme behandelt.

Ist er für Hunde gefährlich?

Ja. Hunde können nach dem Fressen schwere Muscarin-Symptome entwickeln und brauchen sofort tierärztliche Hilfe.

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