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Lamellenpilze

März-Schneckling

Hygrophorus marzuolus (Fr.) Bres.

Der März-Schneckling ist ein gedrungener, grauer bis schwärzlicher Pilz mit wachsartigen Lamellen, der im Spätwinter und Frühjahr in Bergwäldern erscheint, oft an der Schneeschmelze. In Südeuropa ist er ein begehrter Speisepilz, in Deutschland aber besonders geschützt und darf nicht gesammelt werden.

Essbar Lamellenpilze
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Essen Sie niemals einen Wildpilz, den Sie nur anhand einer Website, eines Buches oder einer App bestimmt haben. Lassen Sie jeden Fund bei einer amtlichen Pilzkontrollstelle prüfen.

Bestimmungsmerkmale

Der März-Schneckling ist ein fleischiger, kräftiger Pilz, der sich oft halb verborgen im Moos, in der Nadelstreu oder unter Schnee entwickelt, sodass man zunächst nur eine graue Wölbung im Boden sieht. Junge Hüte sind weisslich bis hellgrau und werden mit dem Alter grau, schiefergrau bis fast schwarz, häufig mit unregelmässig welligem Rand und bei Feuchtigkeit leicht schmieriger Oberfläche.

Die Lamellen sind typisch für die Familie der Schnecklinge und Saftlinge (Hygrophoraceae): dick, entfernt stehend und beim Reiben zwischen den Fingern wachsartig. Sie sind zunächst weiss, später grau, am Stiel angewachsen oder leicht herablaufend. Der Stiel ist kurz, gedrungen, oben weiss und unten gräulich, oft gebogen. Das Fleisch ist fest, weiss bis gräulich, mit mildem Geruch und Geschmack.

Das Sporenpulver ist weiss, die Sporen sind glatt und elliptisch. Die Kombination aus Grösse, grauen Farben, wachsartigen Lamellen und sehr früher Erscheinungszeit ist unter europäischen Pilzen ungewöhnlich.

Lebensraum und Ökologie

Hygrophorus marzuolus ist ein Ektomykorrhizapilz montaner und submontaner Wälder, meist mit Weisstanne (Abies alba), Fichte, Kiefer und Buche, auf gut durchlässigen, kalkhaltigen bis leicht sauren Böden. Er fruktifiziert vom Spätwinter bis ins Frühjahr, oft unmittelbar nach der Schneeschmelze, worauf sein Name verweist.

Die Art kommt in den Gebirgen Mittel- und Südeuropas vor, darunter in den Alpen, den Pyrenäen und dem Apennin. In vielen Regionen ist sie selten, und in einigen Ländern, darunter Deutschland, steht sie unter gesetzlichem Schutz. Gerade wegen ihrer Seltenheit sind Fundmeldungen mit Foto, Datum und Begleitbäumen für die regionale Pilzkartierung wertvoll.

Verwendung und Bedeutung

In Spanien, Italien und Südfrankreich ist der März-Schneckling eine begehrte saisonale Delikatesse, die gebraten, in Reisgerichten, mit Eiern oder gegrillt gegessen wird. Sein festes Fleisch und der milde Geschmack machen ihn dort, wo das Sammeln erlaubt ist, zu einem der geschätztesten Frühjahrspilze. Zugleich ist er eine interessante Zeigerart für Untersuchungen der Pilzflora von Bergwäldern.

Sicherheit und Speisewert

Der März-Schneckling ist bei sicherer Bestimmung und gutem Garen essbar. Essen Sie nie einen Wildpilz aufgrund einer Website oder eines Fotos: Lassen Sie jeden Fund persönlich von Pilzsachverständigen oder einem Pilzverein bestätigen. Weil er so früh im Jahr wächst, können Anfänger ihn mit grauen Ritterlingen verwechseln, die ausserhalb der üblichen Zeit stehen, darunter der giftige Tiger-Ritterling (Tricholoma pardinum), oder mit anderen grauen Pilzen unsicherer Identität.

In Deutschland ist die Art besonders geschützt und darf nicht gesammelt werden (siehe Hinweise unten). Wo das Sammeln erlaubt ist, sollten Sie Moos und Streu nicht aufharken, da dies das Myzel schädigt. Das Bundesamt für Strahlenschutz nennt verschiedene Schnecklingsarten unter den Pilzen, die in Süddeutschland noch hohe Cäsium-137-Werte aufweisen können.

Bei Verdacht auf eine Pilzvergiftung sofort Tox Info Suisse (145) oder im Notfall die Sanität (144) anrufen, auch wenn noch keine Beschwerden bestehen, und Pilzreste aufbewahren.

Verwechslungsgefahr

Tiger-Ritterling (Tricholoma pardinum): grauer Hut mit dunkleren Schuppen, gedrängte, nicht wachsartige Lamellen, Mehlgeruch, meist Sommer und Herbst; giftig. Gruppe des Erd-Ritterlings (Tricholoma terreum): kleinere, dünnfleischige graue Hüte mit gedrängten Lamellen. Nebelgrauer Trichterling (Clitocybe nebularis): grau, gedrängte herablaufende Lamellen, starker Geruch, Herbst; verursacht Verdauungsbeschwerden. Graublätter (Lyophyllum): grau, aber nicht wachsartig und oft schwärzend.

Regionale Hinweise

In Deutschland ist der März-Schneckling sehr selten und vor allem aus Bergwäldern im Süden bekannt. Er ist nach der Bundesartenschutzverordnung (Anlage 1) besonders geschützt und gehört nicht zu den Arten, die nach § 2 BArtSchV in geringen Mengen für den Eigenbedarf gesammelt werden dürfen; das Sammeln ist daher verboten. Funde sollten Sie lieber fotografieren und an regionale Kartierungsprojekte melden.

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Häufige Fragen

Fragen und Antworten

Darf man den März-Schneckling in Deutschland sammeln?

Nein. Er ist besonders geschützt und fällt nicht unter die Ausnahme für den Eigenbedarf nach § 2 BArtSchV.

Wann erscheint der März-Schneckling?

Vom Spätwinter bis ins Frühjahr, oft von Februar bis Mai, häufig an der Schneeschmelze.

Ist der März-Schneckling essbar?

Ja, er gilt in Südeuropa als begehrter Speisepilz, darf aber in Deutschland nicht gesammelt werden.

Woran erkennt man den März-Schneckling?

Am grauen bis schwärzlichen Hut, an dicken, wachsartigen, entfernten Lamellen, am gedrungenen Stiel und an der frühen Saison.

Zulassung & Gebühren

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